Diagnose

Anzeichen einer Thrombose ernst nehmen!

Eine Thrombose ist für den Patienten nicht leicht zu erkennen. Sie wird von Medizinern als „lautlose Gefahr“ bezeichnet, weil die Symptome oft unbestimmt sind oder sogar fehlen, gerade bei bettlägerigen Patienten.

Warnsignale

  • Schwellungen am Fußknöchel, am Unterschenkel oder am ganzen Bein mit Spannungsgefühl
  • Schmerz in der Wade beim Auftreten
  • Überwärmung des geschwollenen Beins
  • Blauverfärbungen der Haut am Bein, wenn es herab hängt
  • Jede neu aufgetretene Beschwerde in einem der beiden Beine kann auch ohne äußere Veränderungen auf eine Thrombose hindeuten.

Bei einem dieser Symptome sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Achtung: Lungenembolie möglich!

Röntgenbild einer Lungenembolie

Dickes Bein und Luftnot - Achtung Lungenembolie

Schmerzen beim Einatmen oder Luftnot zusätzlich zu den Beinbeschwerden deuten auf eine mögliche Lungenembolie hin. Mit Hilfe der Computertomographie (CT) kann sie schnell und sicher erkannt oder ausgeschlossen werden. Diese Untersuchung ist mit Röntgenstrahlung verbunden und erfordert die Verwendung von Röntgenkontrastmittel. Patienten mit Erkrankungen der Niere oder der Schilddrüse können daher nur mit besonderen Begleitmaßnahmen untersucht werden.

Eine Alternative zur Computertomographie bietet die Szintigraphie. Dabei wird eine kleine Menge radioaktiven Materials in die Vene gespritzt. Die Verteilung des Materials in den Lungengefäßen wird mit einem Detektor aufgezeichnet. Ist ein Blutgefäß in der Lunge verstopft, wird über diesem Abschnitt keine Radioaktivität gemessen. Die Menge an Strahlung ist bei der Szintigraphie bedeutend geringer als bei der Computertomographie.

Wie stellt der Arzt eine Thrombose fest?

Thrombos, dargestellt durch Ultraschall (Duplexsonographie)

Der Arzt, am besten ein Gefäßmediziner, untersucht die Venen zunächst per Ultraschall. Auf dem Bild sind in den meisten Fällen die Beinvenen gut zu sehen, so dass die Beinvenenthrombose erkannt oder ausgeschlossen werden kann. Sind in seltenen Fällen nicht alle Abschnitte der Beinvenen mit dem Ultraschall zu beurteilen, kann eine Phlebographie notwendig sein – eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel. Das Kontrastmittel wird in eine oberflächliche Hautvene des Fußrückens gespritzt und macht das Blutgerinnsel auf dem Röntgenbild sichtbar.

Bei der Untersuchung der Beckenvenen und der unteren Hohlvene sind auch die Computertomographie und die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) verlässliche Methoden, eine Thrombose zu diagnostizieren. Patienten mit Implantaten aus Metall oder Herzschrittmachern können jedoch nicht per MRT untersucht werden.

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